BarberGirls 2007

ONYVA Galerie Maastricht 2006 - Kolonie Wedding Berlin 2007 - Herent Hannah Art 2008 - Mommen Ateliers Brussel 2008

BarberGirls 2007

Einige wichtige Fragen und Schlussfolgerungen des Projekts sind:

– Krieg ist eine persönliche Katastrophe, eine Tragödie, die Menschenleben aus dem Lot bringt und grundlegend verändert. Krieg nimmt uns auf aggressive Weise unsere Söhne, Väter und Mitmenschen.

BarberGirls-Installation

Women in War ist ein kontroverses Projekt, bei dem sich Zeichnungen, die BarberGirls-Installation, Photos, Text und Musik spielerisch aufeinander beziehen. Die Zeichnungen – einige vergrössert bis 200 x 160 cm auf Polyester – zeigen Bilder von Frauen in Kriegssituationen: auf der  Flucht, beim Graben in Trümmern, als Geliebte, als Sorglose, als Erniedrigte und als sorgende Mütter. Die Frau als Mittäter und als Opfer.

Die ersten Zeichnungen sind nach dreijähriger Vorbereitung während der  Fussballweltmeisterschaft in Berlin im Sommer 2006 entstanden. Zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Olympiastadion wieder für die ganze Welt geöffnet

Die Zeichnungen stellen eine Realität dar, die alle Idealbilder entlarvt. Immer ist es die ’gehende’ Frau, die Tätige, die nicht nur untergeht, sondern vor allem selbst eine aktive Rolle spielt.

‘Women in War’ handelt nicht über Schuld oder Unschuld, sondern über Sachen, die passieren. Entscheidungen, die man trifft, manchmal gezwungenermassen. Situationen, in denen man versucht, das eigene Leben zu retten und dem Instinkt folgt, um zu überleben.

Beim Projekt ‘Women in War’ bildet die Geschichte Berlins das Dekor. Die Bilder von Maria Es haben aber gleichzeitig eine universelle Gültigkeit. Ausserdem spiegeln sie uns Kriege, die heute in der Welt geführt bzw. geplant werden. Maria Es möchte Situationen sichtbar machen und mitteilen. Sie analysiert messerscharf wie ein Chirurg .Bizarr, ironisch, unvermeidlich schwarz-weiss. Sie will mit ‘Women in War’ neue Prozesse initiieren und erreichen, dass Frauen (und Männer) sich ihres Krafteinsatzes und ihrer Loyalität in Bezug auf Krieg bewusst werden. Sie sollen ihre aktive und passive Rolle von ‘Mitschuldigen’ untersuchen, damit sie in der Folge die gleiche Kraft und Macht anwenden können, Krieg nicht mehr zu dulden sowie nicht mehr länger ihre Kinder, Männer und Väter an Kriege zu opfern. Frauen machen ja letztendlich 50% der Weltbevölkerung aus.